Glossar · 23 Begriffe

Jedes Wort auf dem Etikett.

Jeder Fachbegriff, der dir im Lernpfad und in der Datenbank begegnet — kurz erklärt und mit dem Kapitel verlinkt, in dem er ausführlich vorkommt. Such gezielt oder filtere nach Station der Kette.

23 Begriffe

Bezeichnet zunächst nur den Anbauort der Baumwolle. Ohne Sortenangabe ist das Label wenig wert – echte extralangstapelige ägyptische Baumwolle trägt Sortennamen wie Giza 45 oder Giza 87.

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Faser

Die kleinen Knötchen auf alten Shirts entstehen, wenn sich lose Faserenden aus dem Garn arbeiten, verhaken und verfilzen. Die Stapellänge gilt als der wichtigste einzelne Prädiktor dafür, wie stark ein Stoff zum Pilling neigt: je weniger herausragende Enden, desto weniger Knötchen.

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Die Länge einer einzelnen Baumwollfaser. Die Stapellänge steht fest, sobald die Baumwolle geerntet ist – sie hängt von Pflanzenart, Boden und Klima ab. Kein noch so gutes Spinnen, Kämmen oder Veredeln kann aus einer 25-mm-Faser eine 35-mm-Faser machen.

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Kämmencombed
Garn

Feine Kämme ziehen gezielt die kürzesten Fasern und letzte Verunreinigungen heraus; etwa 5–25 % des Materials werden aussortiert. Gekämmtes Garn ist glatter, weicher, fester und deutlich pillingärmer als nur kardiertes Garn – und teurer, weil ein Teil des Rohstoffs bewusst geopfert wird.

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Walzen mit feinen Zähnen bürsten die Rohbaumwolle grob parallel und entfernen Schmutz. Kardieren ist Pflicht – jedes Baumwollgarn durchläuft diesen Schritt. Fehlt die Angabe „gekämmt", ist das Garn in der Regel nur kardiert (carded).

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Garn

Die Rationalisierung des Spinnens: Fasern werden in einen schnell rotierenden Becher geblasen und dort zu einem Faden zusammengedreht. Das läuft um ein Vielfaches schneller und ist günstiger, doch die Fasern liegen ungeordneter, mehr Enden ragen heraus – das Garn ist härter und pillinganfälliger als Ringgarn.

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Ringspinnenring-spun
Garn

Das klassische, aufwendige Verfahren: Der Faserstrang wird über Streckwalzen verfeinert und kontinuierlich verdreht, die Fasern legen sich parallel und dicht aneinander. Ringgarn ist dadurch glatt, kompakt und fest, hat wenige abstehende Enden – gekämmt und ringgesponnen zusammen sind der Goldstandard.

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Zwirn2-ply
Garn

„2-ply" oder gezwirnt bedeutet, dass zwei Fäden umeinander gedreht wurden – fester und gleichmäßiger als ein Einzelfaden (single), aber im T-Shirt-Bereich selten und eher bei Hemden und Strick relevant.

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AusrüstungFinishing
Stoff

Das Finishing nach dem Stricken: Der Stoff wird behandelt – etwa kompaktiert (mechanisch vorgeschrumpft, reduziert das Einlaufen), enzymgewaschen (der Griff wird weicher und glatter) oder mit Weichmacher-Finish versehen. Wer sein Finishing benennt („preshrunk", „enzyme washed"), gibt prüfbare Information.

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Die Doppelvariante: zwei Nadelreihen stricken zwei Maschenlagen, die ineinandergreifen. Das Ergebnis sieht auf beiden Seiten gleich glatt aus, ist dichter, stabiler, blickdichter, rollt nicht ein – und braucht mehr Garn, ist also teurer.

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Stoff

T-Shirt-Stoff wird nicht gewebt, sondern gestrickt. Jersey besteht aus ineinandergreifenden Maschen: Schlaufen, die sich in Schlaufen einhängen, wie beim Handstricken, nur mikroskopisch fein. Die Maschenstruktur erklärt Dehnbarkeit, weichen Fall und Knitterarmut.

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Rippstrick1x1 Rib · 2x2 Rib
Stoff

Erkennbar an vertikalen Rillen und enormer Querdehnung. Als Stoff für ganze Shirts selten, aber der Standard für Kragenbündchen – ein gutes Bündchen ist Rippstrick, oft mit einem kleinen Elasthan-Anteil, damit es nach dem Dehnen zurückspringt.

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Der Standard-Strick von schätzungsweise zwei Dritteln aller T-Shirts, auf einer Nadelreihe gestrickt: außen feine, V-förmige Maschenreihen, innen querlaufende Rippen. Leicht, weich, fällt schön – und rollt sich an offenen Schnittkanten ein (kein Mangel, sondern eine Eigenschaft der Struktur).

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Passform

Als nahtloser Stoffschlauch in einem Stück rundgestrickt – Vorder- und Rückenteil sind derselbe Schlauch. Das spart Zuschnitt und Näharbeit und ist die günstigere Konstruktion, kann aber nicht tailliert werden, folgt der Körperform kaum und hat weniger Stabilität gegen Verziehen.

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Seitengenähtside-seamed
Passform

Aus separat zugeschnittenen Vorder- und Rückenteilen, die an den Seiten zusammengenäht werden. Das kostet mehr, erlaubt aber echte Formgebung – und die Nähte wirken wie ein Skelett: Sie stabilisieren den Maschenstoff gegen das Verziehen. Gilt als das Qualitätsmerkmal, Schlauchware als Kostenoption.

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VerzugSpirality
Passform

Der klassische Konstruktionsmangel bei Maschenware: Die Seitennaht wandert nach einigen Wäschen schräg nach vorn. Ursache ist die Drehspannung des Garns, der die Maschenreihen schräg folgen; gute Hersteller gleichen das über Garnkonstruktion, Ausrüstung und stabilisierende Nähte aus.

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CoverstitchDoppelnaht
Verarbeitung

Die Doppelnadelnaht an Saum und Ärmelabschluss: außen zwei parallele Stichreihen, innen ein flaches, abdeckendes Zickzack-Geflecht. Der Saum kann sich mit dem Stoff strecken, ohne dass Fäden reißen – zwei parallele Nähte am Saum sind eines der schnellsten Qualitätssignale überhaupt.

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Verarbeitung

Der Kragen ist die meistbeanspruchte Stelle des Shirts – jedes An- und Ausziehen dehnt ihn. Ein hochwertiger Kragen ist substanzieller Rippstrick, häufig mit einem kleinen Elasthan-Anteil, damit er nach dem Dehnen zurückschnellt.

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Nackenbandneck tape
Verarbeitung

Ein aufgenähter Stoffstreifen über der Nackennaht, oft von Schulter zu Schulter durchgehend. Er verdeckt die kratzige Rohkante, verhindert das Ausdehnen der tragenden Naht und ist ein ehrliches Sorgfaltssignal – der Blick in den Nacken ist der effizienteste Einzelblick beim Shirtkauf.

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Verarbeitung

Verbindet die Stoffteile (Seiten, Schultern, Ärmel); innen am charakteristischen Fadengeflecht erkennbar, das die Stoffkante umschlingt. Sie näht, versäubert und bleibt dehnbar – der Arbeitsstandard für Maschenware. Gut ist das Geflecht gleichmäßig und fest, die Naht gerade, ohne lose Fäden.

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Verarbeitung

Wie viele Stiche auf eine Strecke kommen (branchenüblich in stitches per inch, SPI, gemessen). Mehr Stiche bedeuten mehr Halt, mehr Dehnbarkeit der Naht und mehr Nähzeit: Qualitätsshirts liegen um die 15–17 Stiche pro Inch, Budget-Ware eher bei 10–12.

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Begriffe im Zusammenhang verstehen

Das Glossar erklärt die Wörter — der Lernpfad zeigt, warum sie zusammenhängen und was sie am fertigen Shirt bedeuten.

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